TSC Schöllbronn II - FVF III

von Sascha Vetter

Für diese Jahreszeit recht gutes Fussballwetter, ordentliche Platzverhältnisse und etwas Sonnenschein sorgten für einen angenehmen Spielbetrieb in Schöllbronn. Hier traf um 13 Uhr der TSV Schöllbronn 2 auf die dritte Mannschaft der Sportfreunde aus Forchheim. Von der Tabelle her ein recht ausgeglichenes Spiel des oberen Tabellendrittels, der Tabellenfünfte empfang den vierten.

Zum Spiel:
Der durch die Begegnung Stuttgart-Karlsruhe ersatzgeschwächte Kader des
FVF tat sich zunächst schwer. Die Heimmanschaft hatte den besseren Start erwischt, kam dadurch aber
zunächst noch nicht zu zwingenden Torchancen. Wenn der TSV mal durch kam oder es mit einem Distanzschuss versuchte,
parierte jedesmal der glänzend aufgelegte Fabrice Schäfer im Tor der Gäste. So plätscherte die erste Hälfte mehr oder weniger dahin, bis zur 38.
Minute. Der TSV kam über die linke Seite durch, und ein Spieler der Hausherren lief allein auf unseren Keeper zu.
Er spielte im rechten Moment auf den zentral mitgelaufenen Maximilian Lauinger,  der nur noch den Fuss hin halten musste, um die Gastgeber mit
1:0 in Führung zu bringen.

Kurz darauf ein Kuriosum, das man so eher selten auf dem Fussballplatz zu sehen bekommt. Ein weiter Einwurf von Aron Motschka, der 10m vorm Tor aufhüpft. Der Ball überspringt den Abwehrspieler und kommt so direkt zum Torwart. Dieser wollte den Ball fangen, tat sich aber irgendwie schwer damit.
Den Ball fast schon gefangen, verlässt dieser wieder seine Hände und kullert ins Tor. Hätte der TW nichts getan, hätte es Abstoss gegeben, so geht es als
Eigentor in die Geschichte ein und es stand überraschend 1:1. Dies war dann auch gleichzeitig der Halbzeitstand.

Kurz nach der Halbzeitpause kam das Glück den Gästen aus Forchheim wieder zur Hilfe. In der 52. Minute kann der Torwart der TSV einen ansich harmlosen Ball nicht fangen. Der Ball fällt Fabian Fegert vor die Füsse, der zögert nicht und verwandelt gedankenschnell vom 5er-Eck ins Tor.
Das stellte den Spielverlauf auf den Kopf, denn die Gastgeber waren eigentlich die spielbestimmende Mannschaft. Und ohne wirkliche Torchance führte nun auf einmal der FVF3 mit 1:2.

Daraufhin wurde das Spiel etwas ruppiger. In den ersten 60 Minuten kam der Schiri ohne Karten aus, musste aber in den letzten 30 Minuten vier
mal die gelbe Karten zücken. Zwei je Team. Die Gastgeber haben nun noch mehr auf die Tube gedrückt. Sie wollten den Ausgleich erzwingen.
Die Partie war aber dennoch durchgehend fair geführt und es waren keine groben Fouls die zu den Karten führten.

Jannick Hauer hat mit einem taktischen Foul 25-30m vor dem Tor der Gäste einen gegnerischen Spielzug unterbinden können.
Dafür hat dafür zuerst gelb gesehen und in Folge dessen einen mustergültig geschossenen Freistoß in den linken Winkel, der in der 72. Minute zum 2:2 Ausgleich führte.

In der 85. Minute bekamen die Gastgeber wieder einen Freistoß aus ähnlicher Position, und auch dieser war sehr gut geschossen. Diesmal hat Fabrice Schäfer der TW vom FVF3 aber die passende Lösung dafür gefunden. Er springt ins rechte Eck, überstreckt den linken Arm und klärt damit
den Ball über die Latte zur Ecke.

Der TSV Schöllbronn 2 macht weiter Druck, das unentschieden reicht ihnen nicht und so kommen sie in der letzten Minute noch einmal sehr gut in Position.
Nach einem guten Spielzug läuft Pa Sanuwo Stürmer vom TSV quer mit dem Ball in den 16 Meterraum des FVF ein. Er läuft sogar am TW vorbei und ist 5 Meter vorm leeren Tor als er abschließt, aber kläglich versagt. Praktisch mit dem Schlußpfiff ging der Ball gut 1 Meter rechts am leeren Tor vorbei.

Nach dem Abpfiff hadern die Jungs vom TSV untereinander. Aufgrund der Überlegenheit und vor allem durch die Chance in der Schlußminute wäre
mehr drin gewesen. So wurde der Sieg verschenkt, das Unentschieden muss sich für sie wie eine Niederlage angefühlt haben. Dirk Günthers Team hingegen ist der moralische Gewinner dieser Partie. Konnte man doch trotz der Ausfälle und der wenigen eigenen Chancen einen
Punkt aus Schöllbronn entführen. Insgesamt war der FVF3 heute das glücklichere Team. Hoffen wir mal, dass sie in der nächsten Partie auch wieder das bessere ist.


Geschrieben von Taner Kurulan
Die Namen der gegnerischen Torschützen sind von Fussball.de

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